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Historie

Soldan war von Anfang an ein Unternehmen mit gemeinnützigen Zielen. Die Idee unseres Gründers Hans Soldan war denkbar einfach: Kanzleibedarf in verlässlicher Qualität zu günstigen Preisen an Rechtsanwälte und Notare zu liefern, um mit dem Gewinn Selbsthilfeprojekte zum Wohle der Anwaltschaft zu schaffen.

links: Hans Soldan mit seiner Familie
mitte: Hans Soldan Ende der 1880er Jahre
rechts: Ex Libris Hans Soldans mit dem Familienwappen

Hans Soldan

Hans Soldan, ein engagierter Rechtsanwalt

Hans Soldan kam am 22. März 1870 im hessischen Friedberg zur Welt.
Der Sohn einer traditionsreichen Pfarrer- und Lehrerfamilie wuchs in Worms auf und studierte nach dem Abitur 1889 zunächst Philosophie in Heidelberg und Berlin. 1891 wechselte er an die Juristische Fakultät und schloss das Studium 1893 in Gießen ab. Nach dem Vorbereitungsdienst ließ sich Soldan 1896 als Anwalt am Amtsgericht in Worms nieder. 1903 wurde er am Mainzer Landgericht und später am Oberlandesgericht Darmstadt zugelassen.

Doch seine eigentliche Berufung fand der leidenschaftliche Jurist in seinem berufsständischen Engagement. Als Sprachrohr diente ihm dazu ab 1907 die Deutsche Rechtsanwalts-Zeitung (DRAZ). Mit spitzer Feder kritisierte Soldan vor allem drohende Beschränkungen der anwaltlichen Tätigkeit seitens der Reichsregierung. 1908 übernahm Soldan die Herausgabe des Blattes, das schon bald fast jeder vierte deutsche Anwalt bezog.

Soldan engagierte sich auch im Deutschen Anwaltverein, dessen Vorstand er von 1909 bis 1923 angehörte. Dort stritt er mit der ihm eigenen Konsequenz, die auch vor Konfrontationen nicht zurückscheute, für die von ihm initiierten Selbsthilfeprojekte für die deutsche Anwaltschaft.

Eine traditionsreiche Familie

Die Ursprünge der Familie Soldan reichen bis ins frühe 14. Jahrhundert zurück. Stammvater soll der türkische Offizier Sadok Seli Soltan gewesen sein, der während eines Kreuzzugs vom Grafen von Lechtimor gefangen genommen wurde, der ihn wegen seiner Tapferkeit und besonderen Größe zu einem seiner  Obersten ernannte. Der Legende nach ließ der Graf Soltan ihn im Jahr 1305 auf den Namen Johann Soltan taufen. Soltan heiratete eine Rebecka Dohlerin, die ihm drei Söhne gebar.

Ihre Nachfahren lebten Ende des 19. Jahrhunderts auch in Hessen. Häufig arbeiteten die Soldans als Theologen oder Lehrer, die publizistisch tätig waren und wichtige öffentliche Ämter bekleideten. Auch Hans Soldans Vater Friedrich stand in dieser Tradition. Der Gymnasialprofessor war unter anderem Übersetzer, Autor und Herausgeber historischer Schriften sowie Mitbegründer des Wormser Altertumsvereins.

Meilensteine

1870

Hans Soldan kommt als zweitältestes von vier Kindern im hessischen Friedberg zur Welt

1891

Beginn des Studiums der Rechtswissenschaften in Berlin

1896

Soldan lässt sich als junger Anwalt am Amtsgericht in Worms nieder

1903

Umzug nach Mainz und Zulassung am dortigen Landgericht

1907

Autor der "Deutschen Rechtsanwalts-Zeitung", deren Herausgeber er später wird

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