DER SPEZIALIST FÜR RECHTSANWÄLTE, NOTARE, STEUERBERATER, WIRTSCHAFTSPRÜFER

24 STUNDEN-LIEFERUNG

BÜCHER VERSANDKOSTENFREI

TELEFON: 0201 8612-123

Boch, Stefanie
Das Opfer vor dem Internationalen Strafgerichtshof
Das Opfer vor dem Internationalen Strafgerichtshof
Kostenfreier Versand

110,00 €

pro Stück
inkl. MwSt.

Art.-Nr.: 8036722/198

  • Produktgruppe: Monographie
  • Verlag: Duncker & Humblot, Berlin
  • Auflage: 1. Auflage 2010
  • Erscheinungsdatum: 08.11.2010

sofort lieferbar, Lieferzeit 1 Werktag

Details

ISBN9783428132584
Umfang695 Seiten
Einbandartkartoniert
ReihentitelBeiträge zum Internationalen und Europäischen Strafrecht
Unter besonderer Berücksichtigung viktimologischer und psychologischer Erkenntnisse untersucht Stefanie Bock die Stellung des Opfers im Verfahren vor dem Internationalen Strafgerichtshof (IStGH).

Im Zentrum der Ausführungen steht die Frage, ob das Verfahrensrecht des IStGH den spezifischen Bedürfnissen der Opfer völkerrechtlicher Verbrechen gerecht wird. Um diese beantworten zu können, werden zunächst die im IStGH-Statut genannten völkerrechtlichen Verbrechen unter rechtlichen, kriminologischen und strukturellen Gesichtspunkten analysiert. Dabei werden insbesondere die materiellen, physischen und psychischen Folgen der Taten für die Opfer und ihre hieraus resultierenden Bedürfnisse herausgestellt. Diesen muss der IStGH Rechnung tragen, wenn er seiner übergeordneten Aufgabe - einen Beitrag zur Wiederherstellung und Sicherung des Friedens zu leisten - gerecht werden will.

Anschließend untersucht die Autorin das Verfahrensrecht des IStGH auf seine Vereinbarkeit mit den legitimen Opferinteressen und -bedürfnissen. Im Mittelpunkt der Überlegungen stehen die drei prozessualen Rollen, die das Opfer im Verfahren einnehmen kann: die des Zeugen, der einen Beitrag zur Tataufklärung leistet, die des Beteiligten, der sich aktiv in das Verfahren einbringt, und die des Anspruchstellers, der Wiedergutmachung begehrt. Herausgearbeitet wird, ob und inwieweit es gelungen ist, ein für alle Beteiligten faires und effektives Strafverfahren zu etablieren. Soweit Defizite bestehen, wird aufgezeigt, wie das Völkerstrafprozessrecht unter Wahrung der Rechte des Beschuldigten opferorientiert fortentwickelt werden kann.

Inhaltsübersicht:

  • Einleitung
  • 1. Teil: Historischer Überblick: Vorstaatliche Gesellschaften - Ersatz der Fehde durch Sühneleistung - Entwicklung hoheitlicher Verfahren - Verdrängung der Fehde - Dominanz staatlicher Verfahren - Die Wiederentdeckung des Opfers - Fazit –
  • 2. Teil: Struktur und Folgen völkerrechtlicher Verbrechen: Viktimisierung - Die Straftatbestände des IStGH-Statuts - Strukturelle und viktimologische Spezifika völkerrechtlicher Verbrechen - Wirkungen über das Opfer hinaus - Völkerrechtliche Verbrechen als Makrokriminalität - Fazit –
  • 3. Teil: Grundlagen für ein opfergerechtes Strafverfahren: Bedürfnisse und Erwartungen des Opfers - Internationale Kodifikationen - Fazit –
  • 4. Teil: Sinn und Zweck von Strafe und Strafverfahren: Zu den Strafzwecken - Ziele des Strafverfahrens - Fazit –
  • 5. Teil: Das Opfer im Verfahren vor dem IstGH: Der Opferbegriff - Die anderen Verfahrensbeteiligten - Das Verfahren vor dem IStGH - Das Opfer als Beweismittel - Das Opfer als Beteiligter - Wiedergutmachung. Das Opfer als Anspruchsteller –
  • 6. Teil: Gesamtbetrachtung - Literaturverzeichnis - Personen- und Sachwortverzeichnis

Zuletzt angesehene Artikel