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Gierl, Walter / Köhler, Andreas / Kroiß, Ludwig u.a.
Internationales Erbrecht - Mängelexemplar
Internationales Erbrecht - Mängelexemplar
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Art.-Nr.: 8063774/198

  • Produktgruppe: Schnäppchen
  • Verlag: Nomos, Baden-Baden
  • Auflage: 1. Auflage 2015
  • Erscheinungsdatum: 16.07.2015

Details

Normalpreis 68,00 EUR. Sie sparen 23,00 EUR!



ISBN9783848718269
Umfang336 Seiten
Einbandartkartoniert
Bezugsbedingungen• Bei diesem Angebot handelt es sich um leicht beschädigte Exemplare (optische Mängel). Es gilt daher nur, solange der Vorrat reicht.
• Mängelexemplar - von Umtausch und Rückgabe ausgeschlossen
PreisinfosSchnäppchenmarkt

Die Europäische Erbrechtsverordnung regelt das Internationale Erbrecht völlig neu. Sie tritt anstelle der nationalen Regelungen.

Bereiten Sie sich rechtzeitig vor, ab August 2015 sind nicht nur die Neuregelung des auf die Rechtsnachfolge von Todes wegen anzuwendenden Rechts, sondern auch umfangreiche verfahrensrechtliche Bestimmungen hinsichtlich der internationalen Zuständigkeit in Erbsachen, der Anerkennung, Vollstreckbarkeit und Vollstreckbarerklärung mitgliedstaatlicher Entscheidungen sowie der Annahme öffentlicher Urkunden geltendes Recht. Darüber hinaus führt die EuErbVO ein neuartiges Europäisches Nachlasszeugnis ein, welches die grenzüberschreitende Abwicklung von Nachlassangelegenheiten erleichtern soll.

Die Erbrechtspraxis wird durch die erheblichen Änderungen der bisherigen Rechtslage vor völlig neue Herausforderungen gestellt:

  • Bereits die Nachlassplanung muss dem neuen kollisionsrechtlichen Anknüpfungssystem Rechnung tragen, das für die Rechtsnachfolge von Todes wegen anders als bisher grundsätzlich das Recht des gewöhnlichen Aufenthalts für maßgeblich erklärt, jedoch eine Rechtswahl zugunsten des Staatsangehörigkeitsrechts gestattet. Für die Beratung im Ausland lebender Deutscher sowie für im Inland lebende Ausländer ergeben sich dadurch völlig neue Rahmenbedingungen und erbrechtliche Gestaltungsmöglichkeiten. Gleichzeitig entfallen mit dem Geltungszeitpunkt der EuErbVO bisherige Gestaltungsmöglichkeiten.
  • deutsche Nachlassgerichte können künftig zwar häufiger deutsches Recht anwenden, sind aber im Gegenzug einem komplizierten, neuartigen Zuständigkeitssystem ausgesetzt, das in bestimmten Fällen Gerichtsstandsvereinbarungen zulässt. Zudem müssen sie künftig auch dem deutschen Sachrecht unbekannte dingliche Rechtsinstitute wie Vindikationslegate, dinglich wirkende Teilungsanordnungen sowie kraft Gesetz entstandene Nießbrauchrechte anerkennen – dies stellt auch Grundbuchämter vor völlig neue Herausforderungen.
  • Die „Europäisierung“ des internationalen Erbrechts führt zu einer umfassenden Prüfungskompetenz des EuGH, dem einzelne Rechtsfragen betreffend der EuErbVO künftig vorgelegt werden können bzw. müssen.
  • Daneben stellen sich neue Abgrenzungsfragen zu den in nationaler Kompetenz verbleibenden Rechtsgebieten (insbesondere Güterrecht, Gesellschaftsrecht und Sachenrecht), die ebenfalls Auswirkungen auf die Rechtsnachfolge von Todes wegen haben.
  • Das neue Europäische Nachlasszeugnis, das – ähnlich dem deutschen Erbschein – mit öffentlichem Glauben ausgestattet ist, wird den Rechtsverkehr vor neue Schwierigkeiten stellen.

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