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Ernst, Markus

Neuordnung der Verlustnutzung nach Anteilseignerwechsel

Reformbedarf und haushaltspolitische Bedeutung des § 8c KStG. ifst-Schrift Nr. 470
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  • 8067757
  • 9783897370005
  • Handelsblatt Fachmedien, Düsseldorf
  • 1. Auflage 2011
  • 01.04.2011
  • 126 Seiten
  • kartoniert
Die rechtspolitische Diskussion um steuerliche Verlustverrechnungsbeschränkungen – allen voran... mehr

Produktinformationen "Neuordnung der Verlustnutzung nach Anteilseignerwechsel"

Autor / Hrsg.: Ernst, Markus
Produkttyp: Monographie
Reihentitel: IFSt-Schriftenreihe des Instituts Finanzen und Steuern e. V.

Die rechtspolitische Diskussion um steuerliche Verlustverrechnungsbeschränkungen – allen voran die so genannte Mindestbesteuerung und der Verlustuntergang nach § 8c KStG – spitzt sich zu. Seit Jahren schon steigt der Bestand körperschaftsteuer- und gewerbesteuerlicher Verlustvorträge kontinuierlich und aus fiskalischer Sicht bedrohlich an. Für Ende 2010 – angeheizt auch durch die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise – wird von einem Volumen von rd. 600 - 700 Mrd. € ausgegangen. Dieser „Berg“ an Verlustvorträgen schürt – unabhängig von den tatsächlich hiermit verbundenen Steuerausfällen – die Angst vor unkontrollierbaren Haushaltswirkungen der Verlustverrechnung.

Die aktuell vorgelegte IFSt-Schrift Nr. 470 – Neuordnung der Verlustnutzung nach Anteilseignerwechsel, Reformbedarf und haushaltspolitische Bedeutung des § 8c KStG – untersucht die Verlustvernichtungsnorm des § 8c KStG aus Perspektive des Fiskus wie auch der Wirtschaft. Die Steuerhistorie sowie die Wirkungsweise der Regelung werden veranschaulicht. Es zeigt sich, dass die Regelung keine zielgenaue Missbrauchsverhinderungsvorschrift darstellt - vielmehr nach dem „Schrotflinten-Prinzip“ funktioniert.

Dass es sich bei Mantelkäufen anscheinend aber auch um kein Massenphänomen handelt, zeigt die Schrift anhand der verfügbaren Steuerstatistiken auf. In den Jahren, in denen Verlustmäntel ohne Beschränkungen frei transferiert werden konnten, ist zumindest kein signifikanter Einfluss auf das Steueraufkommen bzw. die Verlustnutzung erkennbar. Aufgrund von § 8c KStG in seiner derzeit gültigen Fassung werden Steuermehreinnahmen von nur wenigen hundert Millionen Euro pro Jahr erwartet. Die Kollateralschäden der Norm – durch Verhinderung notwendiger Umstrukturierungen und Unternehmenssanierungen dagegen wiegen schwer. Die aktuell vorgelegte IFSt-Schrift Nr. 470 plädiert daher für eine strukturelle Neuordnung von § 8c KStG, die sich eng am Missbrauchsfall orientiert.

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