Wissenschaftliche Studie zur Jungen Anwaltschaft des Soldan Instituts

0
577

Das Soldan Institut führt bis zum Jahresende die Datenerhebung für eine groß angelegte wissenschaftliche Studie zur „Jungen Anwaltschaft“ durch. Befragt werden Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte der Zulassungsjahrgänge 2015 bis 2021 zu ihrer Berufswahl, ihrem Berufseinstieg und den in den ersten Jahren der Berufstätigkeit in der Anwaltschaft gemachten Erfahrungen. Prof. Dr. Matthias Kilian, Direktor des Soldan Instituts: „In Zeiten rückläufiger Anwaltszahlen ist es wichtiger denn je, die Erwartungen und Erfahrungen von Einsteigern in den Anwaltsberuf und die Rahmenbedingungen ihrer Berufstätigkeit zu kennen. Entsprechende Erkenntnisse erlauben es, Transparenz der aktuellen Marktgegebenheiten herzustellen und an den notwendigen Stellschrauben zu drehen, die den Anwaltsberuf auch für künftige Juristengenerationen attraktiv machen. Daher meine Bitte: Beteiligen Sie sich an dieser wichtigen Befragung.“

Die Befragung des Kölner Instituts setzt als Replikationsstudie in den 1980er Jahren vom Bundesministerium der Justiz initiierte Berufsforschung fort. Bereits in den Jahren 1986, 1997, 2005 und 2014 sind vergleichbare Untersuchungen durchgeführt worden. Die neue Datenerhebung wird daher nicht nur den Status Quo dokumentieren, sondern auch Langzeitvergleiche zum Einstieg in den Anwaltsberuf über mehr als 40 Jahre erlauben. Das Forschungsdesign der Studie spiegelt die unterschiedlichen Beschäftigungsmodelle am Anwaltsmarkt wider, so dass in Kanzlei angestellte Rechtsanwälte, Kanzleigründer, freie Mitarbeiter in Anwaltskanzlei und Syndikusrechtsanwälte differenziert befragt werden.

Die Einladungen zur Teilnahme erhalten die in die untersuchten Zulassungsjahrgänge fallenden Berufsträger entweder von ihrer Rechtsanwaltskammer oder unmittelbar vom Soldan Institut. Erste Ergebnisse der Studie, die in einem Forschungsbericht veröffentlicht werden wird, sollen auf dem Deutschen Anwaltstag 2024 vorgestellt werden. Teilnehmer an der Studie haben die Möglichkeit, nach Abschluss der Datenauswertung eine Zusammenfassung der Studienergebnisse zu erhalten.