Auch die Freien Berufe leiden unter dem Fachkräftemangel

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Die Stimmung unter den Freiberuflerinnen und Freiberuflern in Deutschland ist etwas schlechter geworden als im Sommer 2022. So beurteilen knapp 43 Prozent  ihre derzeitige wirtschaftliche Lage als gut und rund 39 Prozent als befriedigend. Im vergangenen Sommer waren es jeweils gut zwei Prozent mehr. Dagegen stieg die Zahl derjenigen, die ihre Lage als schlecht bezeichnen von knapp 13 Prozent auf 18 Prozent. Das geht aus einer Umfrage des Bundesverbandes der Freien Berufe (BFB) hervor. Etwas optimistischer sind die technisch-naturwissenschaftlich ausgerichteten Freiberufler, gefolgt von den Rechtsanwälten, Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern. Verhaltener äußern sich Kulturschaffende und freie Heilberufe.

Wie der Verband weiter mitteilt, spitzt sich auch bei den Freien Berufen der Fachkräftemangel immer weiter zu. Fast jeder fünfte Befragte gehe davon aus, in den nächsten beiden Jahren noch weniger Mitarbeiter zu haben als bisher, heißt es. Schon jetzt führt knapp die Hälfte der Befragten ihre Überlastung auch fehlende Fachkräfte zurück. Ob der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) Entlastung schaffen kann, bleibt fraglich. Bislang setzen 20 Prozent der Befragten KI in ihrem eigenen Arbeitsumfeld ein, knapp 5 Prozent planen es zumindest. So sieht denn auch ein Drittel durchaus Chancen für KI im eigenen Berufsfeld, für knapp ein Viertel hingegen überwiegen eher die Risiken.