Women of Legal Tech im Fokus: Daniella Domokos

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Mit dem Titel “Women of Legal Tech” wurden im vergangenen Jahr 26 Frauen aus dem deutschsprachigen Raum ausgezeichnet, die mit Engagement, Mut und Weitblick die junge Branche Legal Tech formen und mitgestalten. Die Initiative geht auf die internationalen Wirtschaftskanzlei Hogan Lovells, das Legal Tech-Start-up BRYTER und den Legal Tech Blog zurück. Sie wollen ein Zeichen setzen und zugleich mit dem Vorurteil aufzuräumen, Legal Tech sei eine vorwiegend männliche Domäne. Die Auszeichnung fand auf dem 3. Anwaltszukunftskongress in Düsseldorf, den Soldan jährlich gemeinsam mit Wolters Kluwer Deutschland ausrichtet.

#insights möchte in einer Porträt-Reihe einige dieser außergewöhnlichen Frauen in den Fokus rücken und einmal genauer hinschauen, wieso sie zur „Woman of Legal Tech 2018“ gewählt wurden.

In unserem ersten Beitrag werfen wir einen Blick auf den Werdegang von Daniella Domokos. Die gebürtige Ungarin ist seit 2010 in Deutschland und hat drei Jahre später ihr Studium der Rechtswissenschaften an der Julius-Maximilians-Universität in Würzburg aufgenommen. Domokos ist gerade 24 geworden und sieht sich im Bereich Digitalisierung selber als einen Early Adapter, der sich vieles aus privatem Interesse selber beigebracht hat. So zum Beispiel auch Grundlagen der Programmiersprachen Python und HTML. Ihren Blog allaboutlegaltech, der für die Jury ein wichtiges Kriterium für die Auszeichnung war, hat sie 2017 ins Leben gerufen: „Im Rahmen meines Studiums habe ich vermehrt festgestellt, dass das technische Grundverständnis bei den Juristen wenig ausgeprägt ist. Daher habe ich mir zur Aufgabe gemacht, mit meinem Blog Aufklärungsarbeit zu leisten und die mangelnde Digitalkompetenz ein Stück weit abzubauen“, so Domokos. Die ambitionierte Studentin möchte mit ihrem Blog aber ebenso den fachübergreifenden Austausch fördern und bemüht sich, die Texte auch für Ingenieure interessant zu gestalten.

Nach ihrer Tätigkeit als studentische Hilfskraft am Informatik-Lehrstuhl der Technischen Universität München, nimmt Domokos nun Aufträge als freie Texterin an. Dabei hat sie sich auf Content Marketing für Start-up-Unternehmen spezialisiert, da sie hier ihre Stärken – juristisch verbindliches und technisch richtiges Schreiben – einsetzen kann. Um stets auf dem neuesten Stand und im Austausch mit anderen „Legal Geeks“ der Szene bleiben, ist Domokos auch bei interaktiven Veranstaltungen rund um Legal Tech aktiv. So hat sie 2018 beim Swiss Legal Tech Hackathon in Zürich die Teilnehmergruppen koordiniert. Dass sie kurz darauf mit den anderen 25 „Women of Legal Tech“ geehrt wurde, war für die gebürtige Ungarin ein wichtiger Meilenstein: „Ich finde es gut und wichtig, dass so viele Frauen ausgezeichnet wurden, die für die Legal Tech Szene bemerkenswerte Leistungen erbracht haben und die Rolle der Frau durch solch eine Auszeichnung in den Fokus gerückt wird. Im nächsten Schritt, sollte aber ein Legal Tech Preis für alle ins Leben gerufen werden, bei dem Männer wie Frauen gleichermaßen berücksichtigt werden.“

Ihr nächstes großes Ziel ist, im Juni diesen Jahres ihr Studium mit dem Examen abzuschließen. Für die Zeit danach hat die Bloggerin schon ganz konkrete Pläne: „Ich lebe und liebe die Welt der Digitalisierung und ihre Themen. Nach dem Examen möchte ich im Bereich Kanzleimanagement oder Innovationsmanagment/-beratungtätig sein. Hauptsache das Berufsfeld hat eine innovative Ausrichtung“. Zudem stehen für 2019 bereits wieder einige Events auf Domokos Reiseplan: „Neben mehreren Vorträgen und Podiumsdiskussionen werde ich noch am Barcamp IT-Juristinnen Tag, der Telemedicus Sommerkonferenz und dem Davos Digital Forum in der Schweiz mitwirken“.

Hauptsache es wird nicht langweilig für die junge Frau mit der großen Liebe zu Technik und Digitalisierung. Wir werden ihren Werdegang weiter verfolgen…