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Pressespiegel

Von Dorothee Dralle

Bereits zum 5. Mal folgten mehr als 250 RechtsfachwirtInnen, Office-ManagerInnen und Rechtsanwaltsfachangestellte der Einladung der Soldan-GmbH zur jährlichen Fachtagung. Die Teilnehmenden konnten erneut ein fachlich sehr anspruchsvolles Programm genießen und kamen aus der ganzen Republik, nicht nur aus Kanzleien jeglicher Größe (Einzel- bis Großkanzlei), sondern auch aus Rechtsabteilungen von Banken,Versicherungen oder Rundfunkanstalten.

Die Einführungsveranstaltung zum Thema „(Eigen-) Motivation“ bewies erneut, wie wichtig, ja wie grundlegend diese für das Fruchtbarmachen der nachfolgenden Fortbildungsveranstaltungen, besonders aber zur Sicherung eines optimalen Erfolges ist. Alle TeilnehmerInnen genossen dieses „Adler“-Seminar, in dem der Coach, Moderator und Erfolgstrainer Alexander Munke allen Anwesenden auf humorvolle, dennoch nachhaltige Art und Weise „Adlerschwingen“ verlieh. Er ermutigte, auf eigene Fähigkeiten und Stärken zu vertrauen. „Hilf anderen auf die Beine, ohne ihnen auf die Füße zu treten“ – unter diesem Motto wies er auf viele erfolgversprechende Möglichkeiten hin, wie durch eigenes Tun der Umgang mit anderen verbessert werden kann, seien es Kollegin, Chefin oder Sachbearbeiterin.

Aus den folgenden sechs Modulen konnten die Teilnehmenden dann ihre Schwerpunkte auswählen: „Schwierige Abrechnungen“ meistern – wie, zeigte der bekannte gepr. Bürovorsteher im RA-Fach Horst-Reiner Enders (u. a. Mitautor des RVG-Kommentars Hartung/ Schons/Enders) und bezog dabei die vielen anwesenden klugen Köpfe auf spannende Weise mit ein. Alle konnten dabei engagiert ihre Kenntnisse in den komplizierten Fragestellungen wie Mehrvergleich, auch instanzübergreifend, oder Gebühren bei der Verbindung und Trennung von Verfahren bestätigen oder auffrischen.

Die gepr. Rechtsfachwirtin Sabine Jungbauer (u. a. Betreuerin der Gebühren-Hotline der RAK München und Fachautorin seit mehr als 15 Jahren), vertiefte im Seminar zum Kostenfestsetzungsverfahren anschaulich Lösungsmöglichkeiten für verschiedene häufig aufgeworfene Fragen. Ihr Seminar war ausgefüllt mit vielen sehr praxisrelevanten Tipps und Formulierungshilfen, die die Referentin kompetent und lebendig einbrachte.

Rechtsanwältin und Mediatorin Juliana Helmstreit belegte zur Freude und Erheiterung der Teilnehmenden in ihrem Seminar gut und nachvollziehbar, dass eine „Märchenhafte Führung in der Anwaltskanzlei“ nicht nur sinnvoll, sondern tatsächlich möglich ist, vor allem durch wertschätzende Kommunikation. An Letzterer soll es angeblich häufig fehlen …

Die erfahrenen Dipl.-Rechtspfleger Johannes Kreutzkam und Stefan Geiselmann machten aus den KanzleimitarbeiterInnen, wie schon im vergangenen Jahr, „SpezialistInnen“, diesmal bezüglich der Zwangsvollstreckung in das Grundbuch. Die TeilnehmerInnen „durften“ auch „mit vollstrecken“. Die Grundlagen der Teilungsversteigerung, die Zwangsverwaltung und die Pfändung und Verwertung dinglicher Vermögensrechte waren echt etwas für Fortgeschrittene!

Und, nicht zuletzt: Der externe Datenschutzbeauftragte Reinhold Okon zeigte ebenso überzeugend wie anschaulich, dass Datenschutz in der Anwaltskanzlei nicht nur nicht langweilig sein muss – auch wenn zugegebenermaßen die gesetzlichen Grundlagen – das BDSG – umfangreich, teilweise fast chaotisch und oft schon schwer lesbar sind. Seine „einfachen“, aber deshalb auch einprägsamen Beispiele erzeugten oft zunächst herzhaftes Lachen, im Ergebnis aber ernstes tiefes Verständnis. Damit einher ging auch die verstörende Einsicht, dass wohl häufig in Kanzleien gegen das BDSG verstoßen wird – und oft nur aus Unkenntnis! Ob eine Anwältin „nur mal eben“ mit dem Smartphone die E-Mail an die Mandantin versendet (Google z. B. darf alle Daten „abgreifen“), ob der Anwalt seinen Google-Kalender privat mit dem Netzwerk der Kanzlei verbindet, oder ob sich die Kanzlei über Facebook darstellt (Mark Zuckerberg verfügt über die meisten Daten überhaupt) – immer liegt wahrscheinlich ein Verstoß gegen das BDSG, möglicherweise auch gegen die anwaltliche Verschwiegenheitspflicht vor.

Neben und zwischen diesen spannenden Seminaren blieb ausreichend Zeit für den Erfahrungsaustausch untereinander, mit den ReferentInnen, den Organisatoren und den Ausstellern, den viele gerne nutzten. Flankiert wurden diese Tagung von mehreren Fachausstellern: Natürlich wies die Hans-Soldan GmbH auf ihre Produkte hin und die neueste digitale Diktier-Software wurde ebenso vorgestellt wie neue Anwaltsprogramme und Fachliteratur.

Das Abendprogramm war „bunt“.Während des Musical Dinners wurde der von der Soldan GmbH gestiftete jährliche ReNo/ReFa-Preis an die drei Gewinnerinnen vergeben, die sich – online – nach verschiedenen „Fachprüfungen“ durchgesetzt hatten. Bestechend war, dass den 1. Preis eine Kollegin erhielt, die seit mehreren Jahren gar nicht mehr in einer Kanzlei, sondern in der Rechtsabteilung einer Rundfunkanstalt arbeitet, sich aber „dennoch“ so weiterbildet, dass sie den Wettbewerb gewinnen konnte.

Am Samstag ging es pünktlich mit mehreren Modulen weiter mit anspruchsvollen Inhalten wie der aktuellen Rechtsprechung zu arbeitsrechtlichen Themen, der Darstellung des Aufgabenmanagements in Outlook, der Auffrischung der nötigen Kenntnisse in der anwaltlichen Gewinnermittlung, der anwaltlichen Vergütung in der Zwangsvollstreckung und zum Notarkostenrecht. Rechtsfachwirtin Sabine Jungbauer hatte wieder einen „vollen Saal“ zum Thema „besonderes elektronisches Anwaltspostfach – beA“ – etwa 120 Teilnehmende folgten gespannt ihren verständlichen, sehr sorgfältigen und detaillierten Ausführungen. Sie erläuterte die gesetzlichen Grundlagen (BRAO, ZPO, BGB, Nutzungs- und Umsetzungspflichten) und wies daneben auf die zahlreichen sich abzeichnende Probleme deutlich hin. Derzeit ist z. B. noch unklar, wer, wann und wie ab dem 1.1.2016 tatsächlich in der Lage sein wird, „sein beA“ zu nutzen. Von ca. 166.000 zugelassenen AnwältInnen haben bisher ca. 40.000 einen Registrierungsantrag gestellt, ohne allerdings zu wissen, wann sie ihre Karten erhalten werden. Sicher scheint nach ihren Ausführungen, dass die Karten für die MitarbeiterInnen, die ebenfalls schon jetzt bestellt werden können, jedenfalls deutlich nach dem 1.1.2016 zum Versand kommen werden. Sie wies nachdrücklich darauf hin, dass die BRAK jeder Anwältin und jedem Anwalt ein „besonderes elektronisches Anwaltspostfach“ ab 1.1.2016 „zur Verfügung stellen“ wird, und zwar ein bereits „geöffnetes“ – mit der Folge, dass die Anwaltschaft, ob sie will oder nicht, täglich einen weiteren „Posteingang“ erhalten kann. Sie haftet damit ab diesem Datum – und also nicht erst, nachdem jemand seine Karte erhalten hat (siehe hierzu BAB Heft 11/2015).

Parallel fand der 2. Kanzleimarketing-Tag* statt, der einen Austausch also zwischen AnwältInnen und „uns“ ermöglichte und dessen Intensivierung wünschenswert ist!

Fazit: Eine sehr große Zahl von RechtsfachwirtInnen bleiben auch nach ihrer Prüfung** weiterbildungsorientiert und im Hinblick auf ihren Beruf und ihre Tätigkeiten äußerst engagiert. Dagegen steht leider der Trend, dass bundesweit immer weniger Ausbildungsverträge abgeschlossen werden. Erneut also ein dringender Aufruf an die Anwaltschaft, wieder mehr auszubilden. Wenn erst ein Fachkräftemangel in den Kanzleien abgewartet wird, ist es zu spät. Es muss einen Fachkräftenachwuchs „von unten“ geben! Ich kann der Anwaltschaft deshalb nur erneut*** zurufen: Schaffen Sie heute neue Fachkräfte für morgen (Ausbildung lohnt sich, auch und gerade für Sie!), bedienen Sie sich dazu der heute noch vorhandenen hohen Kompetenzen der vorhandenen Fachkräfte (und honorieren Sie diese auch angemessen!), und (be-)fördern Sie die nächste Generation ins Übermorgen (Zukunft!). Die Autorin ist Lehrbeauftragte und gepr. Rechtsfachwirtin.

PDF ansehen: Berliner Anwaltsblatt 12/2015 Marketing und Rechtsfachwirt

* Siehe den Beitrag in diesem Heft von Ilona Cosack.
** Als Lehrbeauftragte an der Beuth-Hochschule bildet die Autorin die angehenden RechtsfachwirtInnen aus; seit 2002 sind dies jährlich ca. 120 Studierende.
*** Vortrag der Autorin auf dem DAT 2011 in Straßburg „Die (perfekte) Assistenz“ nachzulesen auf www.dralle-seminare.de/Veröffentlichungen.

Von Ilona Cosack

„Zurück in die Zukunft“ –leitete Rechtsanwalt Michael Friedmann, Gründer von 123recht.net und frag-einen-anwalt.de, seine Vision des Rechtsdienstleistungsmarktes in Anlehnung an die die Ergebnisse des Forschungsprojekts „Rechtsdienstleistungsmarkt 2030“ der Prognos AG im Auftrag des Deutschen Anwaltvereins [http://anwaltverein.de/de/service/dav-zukunftsstudie] ein.

Die Treiber des Wandels seien die Technologie, Alternative Business Structure (ABS), der Fremdbesitz an Anwaltskanzleien, in England bereits seit 2011 zulässig. Zwar gilt derzeit in Deutschland noch ein Fremdbesitzverbot, Weitblick ist angesagt, um sich richtig zu positionieren. Friedmann schilderte die Theorie von Richard Susskind, einem britischen Autor, der mit seinen Werken „The End of Lawyers“ und „Tomorrows Lawyers“ in die Glaskugel blickt: Standardlösungen fallen im Wert, maßgeschneiderte Rechtsberatung steigt im Wert. Als ein Beispiel nannte Friedmann flightright.de, ein Portal, das kostenlos die Entschädigung von Fluggästen prüft und im Erfolgsfall eine Provision von 25 % einbehält.

Neue Technologien werden die Zukunft der Anwaltschaft bestimmen. Künstliche Intelligenz, von Anwälten qualitativ inhaltlich abgesichert, erobert den Markt. Eine spannende Diskussion schloss sich an.

Professor Claudia Späth referierte zum Thema „Positionierung – Die Kanzlei im Markt“ und brachte die Erfahrung aus ihrer Tätigkeit als Business Development Manager bei der Ernst & Young AG und als Senior Marketing Manager bei der KPMG AG ein. Ihr Beispiel für die stärkste Kanzleimarke: Baker & McKenzie, aber auch kleinere Kanzleien wie Pier 11 punkten mit guten Voraussetzungen für eine Positionierung durch Spezialisierung und Fokussierung. Nur 4 % der Kanzleien hätten eine Marketingstrategie.

Rechtsanwalt Christian Solmecke, LL.M., Partner der Kanzlei Wilde Beuger Solmecke aus Köln, plauderte aus dem Nähkästchen seiner Karriere als Medienanwalt. Mit über eintausend Videos bei Youtube ist er ein viel wahrgenommener Ratgeber „aus Funk und Fernsehen“. Seine Expertise ist bei allen Fernsehsendern gefragt. Nach wie vor sei der Blog die Nr. 1 in seiner Marketingstrategie.Vor allem am Wochenende seien die Erfolgsquoten extrem hoch. Nur dann, wenn man immer der Erste ist, greifen die Medien auf die Fachkompetenz zurück. Entscheidend sei eine schnelle Reaktion. Mit einem spezialisierten Anwaltssekretariat, das als externes Callcenter den Berufsträgern den Rücken frei hält, ist die Kanzlei rund um die Uhr erreichbar. Der persönliche kostenfreie Erstkontakt wird von 8 bis 22 Uhr angeboten.

Christian Solmecke erfindet sich ständig neu. Er hat ein Gespür für den Markt. Sein Geheimnis: Konsequent delegiert er alle Mandate an seine im Hintergrund arbeitenden Kollegen. Marketing und Kanzleiabläufe sind standardisiert. Er analysiert die Ergebnisse und justiert bei Bedarf nach. So hängt er die Nachahmer ab und kann es sich erlauben, den staunenden Kollegen einen Einblick in seine Anwaltswelt zu geben. Das Original ist dem Plagiat immer eine Nasenspitze voraus.

Rechtsanwalt Ralf Zosel lüftete das Geheimnis der Google-Suche und erläuterte die Strategie und Wirkung von Onlinemarketing für Kanzleien. Seine These: „Wer bei Google oben ist, hat mehr Mandate“. Um dieses Ziel zu erreichen, sei die Benutzerführung wichtig. Mit speziellen A/B-Tests wird festgestellt, welche Seite auf den Besucher wirkt. Wie von Geisterhand kann man verfolgen, wo der Besucher verweilt und an welchen Stellen er vorbeiscrollt. Entscheidend sei auch die Server-Performance. Nur mit einer ständigen Verfügbarkeit ist gewährleistet, dass die Website für den Besucher erreichbar ist. Bevor man mit der Planung beginnt, sollte man sich grundsätzliche Gedanken machen: Welches Ziel soll erreicht werden, welche Mandanten will ich ansprechen und vor allem „Warum soll der Mandant zu Ihnen kommen?“ (siehe hierzu auch die Beiträge Busmann Heft 11/2015 und in diesem Heft Seite 460 ff.).

Dreh- und Angelpunkt für alle Aktivitäten im Internet ist die Website. Entscheidend ist neben der Auffindbarkeit seit Anfang des Jahres auch die Bedienerfreundlichkeit und Lesbarkeit der Website bei Google durch mobile Nutzer durch ein „Responsive Webdesign“. Mit den Webmaster-Tools von Google können Sie überprüfen, ob Ihre Website responsive ist: https://www.google.de/webmasters/tools/mobile-friendly/.Da Google Websites, die noch nicht dem neuen technischen Standard entsprechen, mit einer schlechteren Auffindbarkeit abstraft, sollte jede Kanzlei ihre Website an den neuen Standard anpassen.

Erstmals wurde auch Twitter mit dem Hashtag #2kmt genutzt. So können unter diesem Stichwort alle Beiträge und Fotos, die zum 2. Kanzleimarketingtag gepostet wurden, gefunden werden.

Bevor der Kanzleimarketingtag mit einem MusicalDinner klangvoll zu Ende ging, wurde zum zweiten Mal der Soldan WEBSITE AWARD von Norbert Laquer, Marketingleiter bei Soldan, verliehen. Er machte deutlich, dass es der Jury schwer gefallen ist, zwischen den drei Erstplatzierten einen Sieger zu küren, da alle drei Bewerber mit klaren und durchdachten Strategien punkten.

Gewinner des Soldan WEBSITE AWARD 2015 ist die Anwaltskanzlei und Steuerberatersozietät Trappe & Plottek aus Bochum. Platz zwei ging an die Kanzlei Mingers & Kreuzer mit Standorten in Jülich, Hückelhoven und Bonn. Die Kanzlei Gregor Samimi & Kollegen aus Berlin war bereits beim 1. Website Award unter den Platzierten. Danach relaunchte die Kanzlei ihren Auftritt und konnte sich nun 2015 den dritten Platz sichern.

Merken Sie sich schon jetzt den 2. und 3. September 2016 vor und seien Sie beim nächsten Kanzleimarketingtag dabei. Es lohnt sich!

Ilona Cosack, ABC AnwaltsBeratung Cosack,
Fachberatung für Rechtsanwälte und Notare,
Autorin des Praxishandbuches Anwaltsmarketing,
Autorin und Referentin zum besonderen elektronischen Anwaltspostfach (beA)

PDF ansehen: Berliner Anwaltsblatt 12/2015 Marketing und Rechtsfachwirt

Soldan hat den ReNo-Preis an besonders qualifizierte Rechtsfachwirte verliehen. Der erste Platz ging an eine Berlinerin aus der Rechtsabteilung des RBB.

Im Rahmen des Rechtsfachwirttags, der am 30. und 31. Oktober stattfand, verlieh die Hans Soldan GmbH mit Sitz in Essen zum vierten Mal den ReNo-Preis an besonders qualifizierte Rechts- und Notarfachwirte.

Den mit 3.000 Euro dotierten ersten Rang holte sich die Berlinerin Katja Ulbrich, die für die Rechtsabteilung des Rundfunksenders Berlin-Brandenburg (RBB) arbeitet. Sie hatte sich in einem Multiple-Choice-Test, einer Hausarbeit und einer Online-Konferenz gegen die Konkurrenz durchgesetzt. Schwerpunktmäßig geht es bei den Prüfungen um Themen wie das Mahnverfahren, die Zwangsvollstreckung, Gebühren und Kosten, aber auch Kanzleiorganisation, EDV und Mandantenkommunikation.

Zum Artikel: http://www.lto.de/recht/nachrichten/n/reno-preisverleihung-2015-soldan/

Beim Marketing haben kleinere Kanzleien oft noch Nachholbedarf. Das gilt aber nicht für alle. Drei Anwalts-Webseiten wurden mit dem Soldan Website Award ausgezeichnet. Die Kanzleien sind in ganz unterschiedlichen Rechtsgebieten tätig.

“Die Spezialisierung der Kanzlei auf das Erb-, Erbschaftsteuer-, Stiftungs- und Gemeinnützigkeitsrecht wird auf der Website sehr klar und deutlich kommuniziert. Die kreative Gestaltung mit grafischen Details und guten, originellen Fotos fällt sofort auf”, begründete Soldan-Geschäftsführer René Dreske den ersten Platz für die Homepage der Anwaltskanzlei und Steuerberatungssozietät Tappe & Plottek aus Bochum.

Eine aussagekräftige Homepage bezeichnete Dreske als “unverzichtbar für einen gelungenen Außenauftritt für jede Kanzlei”. Die meisten potenziellen Mandanten besuchten zuerst die Website, um sich über das Beratungsangebot zu informieren. “Für viele gibt eine gut gemachte Seite sogar den Ausschlag, den Anwalt oder Steuerberater zu beauftragen.” Der Anbieter von Kanzleibedarf, Fachmedien und Bürodienstleistungen im juristischen Sektor verlieh daher zum zweiten Mal den Soldan Website Award.

Die GmbH mit Sitz in Essen berücksichtigte bei der Preisvergabe nach eigenen Angaben eine klare Botschaft, grafische Gestaltungselemente, Innovationen und ausgefallene Ideen, Nutzerfreundlichkeit sowie die Optimierung für Suchmaschinen und die technische Umsetzung.

Auf dem zweiten Platz landete die Webseite der Kanzlei Mingers & Kreuzer mit den Standorten Jülich, Hückelhoven und Bonn. Die Jury lobte vor allem die Einbindung von Social Media-Elementen, ein sehr nutzerfreundliches Kontaktaufnahmeformular und die aussagekräftige Auflistung von Referenzen. Der dritte Platz ging an die Gregor Samimi Rechtsanwaltskanzlei aus Berlin. Diese hatte sich laut Soldan schon im Vorjahr am Website-Award beteiligt und danach ihren Internetauftritt komplett neu gestaltet. Nun gefiel der Jury vor allem die übersichtliche Darstellung der Beratungsschwerpunkte Strafrecht, Verkehrs- und Versicherungsrecht, die den Besuchern viele nützliche Zusatzinformationen biete.

Zum Artikel: http://www.lto.de/recht/job-karriere/j/beste-anwalts-webseiten-trappe-plottek-mingers-kreuzer-gregor-samimi/

Derzeit sind in Deutschland 164.565 Anwälte zugelassen. Damit sie sich in diesem Wettbewerbsumfeld gut behaupten, können sie auf die Vermarktung der eigenen Leistung nicht verzichten. Doch die Werbung in eigener Sache fällt vielen Anwälten noch immer schwer. Das gilt vor allem für Einzelanwälte. Aus einer Studie1, in der das Soldan Institut rund 700 zufällig ausgewählte Rechtsanwälte zu ihrem Werbeverhalten befragt hat, geht unter anderem hervor, dass die Marketingaktivitäten der Kanzleien von der Größe und auch der fachlichen Spezialisierung abhängen. Kleinere Kanzleien und solche, die eher „generalistisch“ betrieben werden, würden bislang häufig über eine geringe öffentliche Präsenz verfügen.

Stärken identifizieren
Vor allem Anwälte kleinerer Kanzleien müssen lernen, Marketing strategisch zu betreiben und ihre Kanzlei zu einer Marke zu entwickeln. Dies hat auch Prof. Dr. Claudia Späth in der Praxis immer wieder festgestellt. Sie ist Hochschuldozentin für Marketing an der Hochschule Fresenius in Idstein/ Taunus sowie Beraterin für Kanzleimarketing. Ein strategisches Marketing setzt jedoch voraus, dass die Anwälte für ihre Kanzlei Visionen haben und Ziele definieren, wo und wie sie sich im Markt sehen und positionieren wollen. Auf diese Ziele müssen sie dann auch ihre Marketingaktivitäten ganz konsequent ausrichten. Ihrer Meinung nach können sich gerade kleinere Kanzleien durch Spezialisierung sehr gut von Wettbewerbern unterscheiden, in dem sie sich beispielsweise auf bestimmte Branchen, Gruppen von Mandanten oder Regionen konzentrieren. Auch ein besonderer Service, etwa eine 24-Stunden-Erreichbarkeit, könne durchaus ein Alleinstellungsmerkmal darstellen.

Diese Stärken müssen sich dann aber auch in einer aussagekräftigen Webseite spiegeln. Denn mit keinem Kommunikationsweg kann eine Kanzlei seine Zielgruppe so umfangreich informieren wie über die eigene Internetseite. Deshalb ist es kaum zu glauben, dass noch immer längst nicht alle Kanzleien über einen eigenen Internetauftritt verfügen. Genaue Zahlen gibt es darüber nicht. Nach der 2011 herausgegebenen Untersuchung des Soldan Instituts waren es 64 Prozent Kanzleien, die eine Online-Präsenz hatten. Inzwischen dürfte die Zahl deutlich höher sein. Das sagt gleichwohl noch nichts über die Qualität der Webseite aus. Dabei kann ein guter Internetauftritt die größte Akquisitionsplattform einer Kanzlei darstellen; ihm kommt gerade im digitalen Zeitalter eine maßgebliche Bedeutung für die Anbahnung eines Mandatsverhältnisses zu. Inzwischen geht man davon aus, dass die meisten potenziellen Mandanten zunächst die Webseite der Kanzlei besuchen, bevor sie überhaupt den Anwalt kontaktieren. Für mehr als die Hälfte gibt eine gut gemachte Webseite sogar den Ausschlag, den Anwalt zu mandatieren. Grund genug also, um sich intensiv mit diesem Thema zu beschäftigen.

Da die Webseite die Visitenkarte einer Kanzlei im Internet ist, muss sie vor allem professionell sein und ganz deutlich transportieren, wofür die Kanzlei steht. Aus vielen Webseiten geht die Positionierung nicht klar hervor. Die Mandanten können nicht erkennen, was die Stärken und Alleinstellungsmerkmale der Kanzlei sind. Das ist eine wichtige Herausforderung, der sich Anwalt und Mitarbeiter gemeinsam stellen müssen. Sie sollten sich gemeinsam Gedanken machen, was ihre Botschaft an die Besucher ihrer Kanzleiwebseite ist und dazu ein passendes Drehbuch verfassen. Bei der Umsetzung sollten sie sich dann auf jeden Fall professionell von einer Agentur unterstützen lassen. Fotos sollten nicht nur qualitativ hochwertig sein, sondern die Betrachter auch emotional ansprechen. Darüber hinaus kann es sinnvoll sein, wenn die Seite weitere Services bietet, etwa aktuelle Entscheidungen oder Gesetzesnovellierungen, Formulare zum Download oder Checklisten.

Professionalität ist auch gefragt, wenn es darum geht, im Internet gefunden zu werden. Denn eine gut gemachte Webseite zeichnet sich auch darin aus, dass sie bei der Anwaltssuche im Internet möglichst weit oben auf der Trefferliste erscheint. Deshalb müssen die Webseiten auch immer für die Google-Suche im Internet optimiert werden. Kanzleien sollten sich für diese besondere Aufgabe auf jeden Fall an spezielle Agenturen wenden.

Der persönliche Draht
Nach wie vor spielen Mandantenveranstaltungen wie Seminare und Vorträge eine große Rolle im Kanzleimarketing. Die Anwälte haben die Möglichkeit, ihre Expertise vorzustellen und den direkten persönlichen Kontakt zum (potenziellen) Mandanten zu knüpfen. Bei der Umfrage des Soldan Instituts zum Werbeverhalten hielten die Befragten diese Maßnahmen der persönlichen Kommunikation für ein besonders effektives Mittel der Mandantengewinnung. Allerdings besteht dabei immer die Hürde, dass der (potenzielle) Mandant überhaupt das Interesse und die Zeit aufbringen muss, die Veranstaltung zu besuchen.

Letztlich setzt sich ein erfolgreiches Kanzleimarketing aus verschiedenen Elementen zusammen. Auf jeden Fall ist es ein wichtiges Thema, mit dem sich jeder Anwalt beschäftigen sollte.

Hinweis zum Autor: Norbert Laquer ist seit 2011 Marketingleiter der Hans Soldan GmbH, Essen. Das Unternehmen veranstaltet regelmäßig Seminare und Konferenzen zum Thema Kanzleimarketing.

PDF ansehen: Beitrag NJW Rubrikenmarkt

1 Die Studie des Soldan Instituts „Wirksamkeit anwaltlicher Werbemaßnahmen – Eine empirische Untersuchung“ von Prof. Dr. Matthias Kilian ist 2011 im Anwaltsverlag Bonn erschienen.

Die Soldan-Tagung trägt die Überschrift “Anwaltsorientierung im Jurastudium”. Dass von den knapp 100 Fachleuten gleichwohl mehr Grundlagenorientierung und Methodenkenntnis gefordert wurden, deutet auf einen Mentalitätswandel. Von Denis Basak.

Wer zu einer Soldan-Tagung zur Anwaltsorientierung im Jurastudium anreist, erwartet zunächst eine Klage über deren Fehlen und die falschen Impulse, die durch das Ziel – die Befähigung zum Richteramt – gesetzt würden. Die letzte größere Reform der Juristenausbildung 2002 sollte dem Studium unter anderem eine stärkere Anwaltsorientierung verleihen, die aber in der Lehrpraxis weitgehend in die Zusatzveranstaltungen verschoben werden.

Schon deswegen gäbe es genügend Ansatzpunkte, über Änderungen im Studium nachzudenken, die Studenten stärker an die anwaltliche Tätigkeit heranführen. Auch dies wurde natürlich in Bielefeld besprochen, überraschenderweise aber standen andere Begriffe im Vordergrund. Selbst auf dem ausschließlich mit Anwälten besetzten Abschlusspanel herrschte der Tenor vor, dass eine stabile Wertebasis im Studium sowie die Fähigkeit, sich in neue Materien einzuarbeiten, wichtig seien. “Berufsfertige” Anwälte könne dagegen am Ende der Ausbildung niemand sinnvoll erwarten.

Grundlagenorientierung und Methodenverständnis

Prominente Sprecherinnen und Sprecher wie etwa BGH-Richter Thomas Fischer oder Bundesverfassungsrichterin Susanne Baer brachen eine Lanze für eine stärkere Grundlagenorientierung des Studiums, eine Kürzung der Pflichtstoffkataloge und eine Konzentration auf das Erlernen von Methodenkompetenzen. Offenbar hat das Papier des Wissenschaftsrats zur Juristenausbildung hier Früchte getragen: Die Forderung nach einer Stärkung von Fächern wie Rechtsphilosophie, Rechtssoziologie, Rechtsgeschichte oder Rechtspsychologie stieß auf allgemeine Zustimmung, obwohl diese weder im anwaltlichen Alltag eine unmittelbare Rolle spielen noch in der vorherigen Staatsprüfung unmittelbar greifbar umzusetzen wären.

Wichtig sind sie aber für eine Juristenschaft, die sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst ist, die das Recht kritisch anwendet und ihren Verstand und ihr Wissen eigenständig einsetzt, um Konflikte gerecht zu lösen. Vor dem Hintergrund dieser Zielsetzung ließen sich freilich ganze Curricula kritisch nachprüfen – denn ob die derzeitige Form der Ausbildung sich diesem Lernziel tatsächlich verpflichtet fühlt, darf man wohl bezweifeln. Hier wäre eine Stärkung der Grundlagenfächer sicher ein Gedanke.

Lebenslanges Lernen statt umfassenden Wissens

Ein zweiter, ebenso wichtiger wie folgenreicher Aspekt war die vielfach unterstützte Forderung nach einer Abkehr von kanonischen Fächersammlungen, bei denen von den Studierenden umfassendes Wissen zu fordern sei. Besonders deutlich brachte Baer dies auf den Punkt, die unter dem Stichwort des “entgrenzten Wissens” darlegte, warum die exponentiell anwachsenden Mengen an Gesetzen und Rechtsinformationen, die zudem immer schneller veralten, zu einer Verschiebung der Anforderungen an Absolventen weg von präsenten Wissensbergen und hin zu Selbstlernkompetenzen führen muss. Heutige Jurastudenten müssen lebenslang damit rechnen, sich ständig in neue Materien einzuarbeiten, dementsprechend müsste dies auch die Lehre an den Universitäten abbilden.

Gerade deswegen wollte auch die klare Mehrheit der Anwesenden die breite und offene Ausbildung zum “Einheitsjuristen” beibehalten und eine zu frühe Spezialisierung vermeiden. Damit wendeten sich auch die Standesvertreter der Anwaltschaft explizit von Forderungen früherer Jahre nach einer Spartenausbildung für den Anwaltsberuf ab – der kommende demografische Wandel lässt die Angst vor einer Anwaltsschwemme verblassen. Im Gegenteil wurde schon jetzt die Sorge geäußert, in naher Zukunft könne die Nachwuchsrekrutierung schwierig werden.

Änderungen am Staatsexamen?

Nicht einmal die sonst auf vielen Tagungen heilige Kuh des Staatsexamens blieb unangetastet. Fischers in seiner Zeit-Kolumne geäußerte Generalkritik am Staatsexamen als einer praxisfernen und demütigenden Prüfungsform, die reines Auswendiglernen ohne Verständnis fördere, fand nur leisen Widerspruch. Gleiches galt für die Idee, auch in den Klausuren der Ersten Prüfung Kommentare zuzulassen: Vielstimmige Zustimmung traf hier auf die relativ allein stehende Kritik des Leiters des JPA Hamm.

Stärker in Richtung des eigentlichen Tagungsthemas zielte die unter anderem seitens der Veranstalter vom Institut für Anwalts- und Notarrecht der Universität Bielefeld gestellte Frage, ob man nicht auch rechtsberatende oder -gestaltende Aufgabenstellungen in der Ersten Staatsprüfung stellen könnte, um so einen wirksamen Anreiz für Studierende zu schaffen, sich mit diesen Formen der Rechtsanwendung lernend zu beschäftigen.

Die Erwiderung des Leiters des OLG Hamm zeigte hier ein klassisches Henne-Ei-Problem: Die Prüfungsämter würden dies als Klausur nicht stellen wollen, weil die Studierenden es nicht beherrschen würden und daher katastrophale Ergebnisse zu erwarten wären. Dafür sollten solche Fragen eher in mündlichen Prüfungen erörtert werden. Die Auflösung dieses Dilemmas steht noch aus, eine grundsätzliche methodische Öffnung des Examens wurde jedoch von vielen Besuchern der Konferenz als grundsätzlich wünschenswert empfunden.

Anwaltsorientierung in vorhandenen Strukturen

Vorgestellt wurden aber auch eine Reihe von Projekten und Ideen, wie man Studierenden berufliche Rollenbilder schon im bestehenden Studium näher bringen könne. Das Spektrum reichte dabei von prozessualen Planspielen und Legal Clinics bis zu Expertengesprächen mit Anwälten im Rahmen von Schlüsselqualifikationsveranstaltungen. Getragen wurden diese allerdings überwiegend vom akademischen Mittelbau. Und so gehörte es zu den wenigen Klagen der Tagung, dass diese abgesehen von den anwesenden Referenten kaum Hochschullehrer erreichte. Das freilich könnte auch mit der Terminierung mitten im laufenden Semester zusammenhängen.

So oder so: Aus didaktischer Sicht ist es eine ermutigende Entwicklung, wenn die Diskussion um Veränderungen im Jurastudium nicht (mehr) anhand der Frage möglichst effizienter wirtschaftlicher Verwertbarkeit unmittelbar nach Bestehen des 2. Staatsexamens geführt wird, sondern Grundlagen- und Methodenorientierung und eine Erziehung zum eigenständigen Denken gefordert werden.

Der Autor Dr. Denis Basak forscht und lehrt zu deutschem und internationalem Straf- und Strafprozessrecht sowie Rechtsdidaktik in Frankfurt am Main.

Zum Artikel: http://www.lto.de/recht/studium-referendariat/s/soldan-tagung-reform-jurastudium-grundlagen-methodenlehre/

Der Versandspezialist für Kanzleibedarf Soldan hat beim Wettbewerb der Deutschen Gesellschaft für Qualität und der forum! Marktforschung den ersten Platz erreicht.

In der Größengruppe von 50 bis 499 Mitarbeitern lag Soldan ganz vorn. Im Rahmen des Wettbewerbs bewerteten Fachleute Kundenbeziehungen. Eine wesentliche Rolle spielten dabei die Meinungen der Kunden, die nach ihrer Zufriedenheit, ihrer Weiterempfehlungsbereitschaft und dem Image des Unternehmens befragt werden. „Deutschlands Kundenchampions zeichnen sich durch einen besonders hohen Anteil an Fan-Kunden aus. Das sind Kunden, die nicht nur hochzufrieden, sondern auch emotional stark an das Unternehmen gebunden sind und bereitwillig als Werbebotschafter fungieren“, erklärte Roman Becker, Geschäftsführer von forum! Marktforschung anlässlich der feierlichen Preisverleihung Ende April in Mainz. Soldan ist nach Angaben der Veranstalter über alle Betriebsgrößen hinweg Spitzenreiter in Sachen Lieferzeit und Verfügbarkeit der Produkte. Auch die Schnelligkeit und Erreichbarkeit der Mitarbeiter werde so gut bewertet wie nirgends sonst.

Die Kanzlei-Website ist ein wichtiges Marketing-Instrument. Denn viele rechtssuchende recherchieren im Internet, sie informieren sich dort über die Dienstleistungsangebote der Anwälte und vergleichen einzelne Angebote mit dem der Konkurrenz. Der Kanzlei-Website kommt somit im digitalen Zeitalter maßgebliche Bedeutung für die Anbahnung eines Mandatsverhältnisses zu. Trotzdem sind die Internetauftritte vieler Kanzleien noch zu unprofessionell, weiß Soldan-Marketingleiter Norbert Laquer. Weshalb das so ist und was zu einem professionellen Kanzleiauftritt im Internet gehört, hat er der NJW erläutert.

NJW: Herr Laquer, Soldan hat Mitte Oktober erstmals den Soldan Website Award für professionelle Kanzlei-Homepages verliehen. Wurde damit nicht eine Selbstverständlichkeit ausgezeichnet?

Laquer: Eine gute Website zu entwickeln ist keine Selbstverständlichkeit, sondern eine Herausforderung. Das gilt für Kanzleien wie auch für alle anderen Unternehmen. Die Website ist heute die Mutter aller Kommunikationswege. Mit keinem Kommunikationsweg kann ein Unternehmen seine Zielgruppe so umfangreich informieren wie über die eigene Internetseite.

NJW: Unter wie vielen potenziellen Preisträgern konnte die Jury denn wählen und welche Kriterien wurden dabei berücksichtigt?

Laquer: Obwohl der Soldan Website Award zum ersten Mal verliehen wurde, hatten wir einen hohen Eingang an Bewerbungen, die sowohl von Rechtsanwalts- als auch von Steuerberatungskanzleien kamen. Wir sind sehr zufrieden. Bei der Beurteilung durch die Jury lag das Hauptaugenmerk auf fünf Kriteriengruppen: Klare Kommunikation, grafische Gestaltung, Innovation und Ideen, Ergonomie und Mehrwert der Seite sowie Suchmaschinenoptimierung und technische Umsetzung.

NJW: Wodurch hoben sich die drei ausgezeichneten Kanzlei-Homepages von der Konkurrenz ab?

Laquer: Die drei Gewinner überzeugten durch ei-nen klaren, aufgeräumten Auftritt, aus dem Leistungsschwerpunkte und die Positionierung sehr schnell zu erkennen sind. Die verwendeten Bilder sind nicht nur qualitativ hochwertig, sondern auch von hoher Emotionalität. Neben qualitativen Inhalten werden weitere Services wie News, nützliche Formulare oder Checklisten angeboten. Der Erstplatzierte, Dr. Roland Uphoff, dessen Kanzleischwerpunkte Geburtsschäden und Arzthaftung sind, schafft es, diese schwierigen Themen auf seiner Website (www.uphoff.de) sachlich und professionell zu vermitteln. Videos, aktuelle Beiträge und ein Themenblog runden den überzeugenden Gesamtauftritt ab. Der zweite Platz ging an die Rechtsanwaltskanzlei Melzer+Penteridis (www.melzer-penteridis.de), deren Website mit klaren Informationen und Herausstellung ihrer Stärken punktet. Die sympathische und aufgeräumte Seite der Steuerberatungskanzlei Duus Wolber (www.duus-wolber.de) konnte sich den dritten Platz sichern.

NJW: Was waren die Schwachpunkte der Kanzlei-Homepages, die leer ausgingen?

Laquer: Vorab möchte ich klarstellen, dass die Mehrheit der Bewerbungen qualitativ sehr gut war, wir aber leider nur drei auszeichnen konnten.
Bei einigen anderen Websites ließ sich jedoch die Positionierung nicht klar erkennen: Wofür steht die Kanzlei, was sind die Stärken und Alleinstellungsmerkmale? Dies ist zwingend notwendig! Daher ist mein Tipp: Machen Sie sich zunächst Gedanken, was Ihre Botschaft an Besucher Ihrer Website ist und schreiben dann ein passendes Drehbuch dazu. Mit einem klaren inhaltlichen Drehbuch können dann Spezialisten einen guten Internetauftritt entwickeln.

NJW: Unterschätzt die Anwaltschaft immer noch die Bedeutung des Internetauftritts als Marketing-Instrument?

Laquer: Wie viele Freiberufler tut sich auch ein Großteil der Rechtsanwälte mit dem Internetauftritt schwer. Das liegt einerseits an den besonderen Anforderungen des Online-Marketings und andererseits an den im Vorfeld festzulegenden strategischen Inhalten. Es lohnt sich meist, professionelle Unterstützung – beispielsweise von einer Agentur – in Anspruch zu nehmen statt mühsam auf eigene Faust eine Website zu basteln.

NJW: Was empfehlen Sie, um das Marketingpotenzial einer Kanzlei auszuschöpfen?

Laquer: Anstatt das Thema Kanzleimarketing zu verdrängen, rate ich dringend dazu, sich mit dem Thema intensiv zu befassen. Seien Sie neugierig und legen die Ängste ab! Marketing ist kein Hexenwerk sondern eine systematische Auseinandersetzung mit seinem Unternehmen, seinen Stärken und Schwächen, seinen Wettbewerbern und seinen Mandanten. Wer seine eigenen Ziele formulieren kann und diese systematisch und konsequent verfolgt, hat bereits 50% der Marketingarbeit erledigt. Anwälte sollten außerdem berücksichtigen: Kanzlei-Marketing ist in Zeiten zunehmendem Wettbewerbsdrucks existenzentscheidend. Sehen Sie Marketing als Chance, Ihre Kanzlei erfolgreich am Markt zu positionieren und sich gegenüber Ihren Wettbewerbern abzugrenzen.

Das Team der Hamburger Bucerius Law School hat beim diesjährigen Soldan Moot den 1. Platz aus dem Vorjahr verteidigt. Nach drei spannenden Tagen setzte sich das Team im Finale vor dem LG Hannover gegen die Universität Halle (I) durch. Die Sieger überzeugten die Jury mit Willensstärke, guter Rhetorik und glänzenden Reaktionen auf überraschende Einwände. Der Soldan Moot Court zur anwaltlichen Berufspraxis ist ein bundesweiter Moot Court-Wettbewerb für Studierende deutscher Jurafakultäten. Er wird von der Hans-Soldan-Stiftung, der BRAK, dem DAV und dem Deutschen Juristen-Fakultätentag veranstaltet. Die wissenschaftliche und organisatorische Verantwortung der Durchführung obliegt Prof. Dr. Christian Wolf, Institut für Prozess- und Anwaltsrecht (IPA), Hannover. Bei der zweiten Auflage des Soldan Moot Courts mussten sich die Studierenden mit einer Mandatsniederlegung zur vermeintlichen Unzeit auf Grund einer Interessenskollision auseinandersetzen. Die mündliche Verhandlung simulierte eine Einzelrichterverhandlung der (fiktiven) 1. Zivilkammer des LG Hannover.

Die Hans Soldan GmbH und die Lindorff Deutschland GmbH sind mit dem Qualitätssiegel des regionalen Netzwerks Call Center Essen e. V. ausgezeichnet worden. Verliehen wird das Qualitätssiegel nur an Unternehmen, die die Erfüllung von mitarbeiterbezogenen und datenschutzrechtlichen Forderungen nachweisen können.

Um das Siegel zu erhalten, müssen die Call Center gewährleisten, dass ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine fachgerechte Einarbeitung erfahren, zu allen für die Auftragsbearbeitung relevanten Themenbereichen geschult werden und dass die Mindestvergütung der in Essen tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen Betrag in Höhe von 8,50 Euro pro Stunde nicht unterschreitet. Zudem haben sich die Unternehmen zur Einhaltung der rechtlichen Regeln, insbesondere zur Beachtung sämtlicher Vorgaben des Verbraucher- und Datenschutzes verpflichtet.

“Die Qualität unseres hausinternen Call Centers hat einen ganz entscheidenden Anteil am Erfolg unseres Versandhandelsgeschäftes”, ist sich Rene Dreske (Foto links), Geschäftsführer der Hans Soldan GmbH, sicher. “Aus dem Wissen um die Bedeutung eines Call Centers für den Geschäftserfolg heraus, möchten wir die Ziele des Essener Call Center-Vereins unterstützen, das Image, die Qualifikation, die Entwicklung und die Vernetzung der Branche aktiv zu fördern und Essen zu einem zentralen Call Center-Standort in Deutschland zu entwickeln. Wir freuen uns daher, dass unserem Antrag auf Verleihung des Qualitätssiegels als Voraussetzung für eine Mitgliedschaft im Call Center Essen e. V. nach erfolgreicher Prüfung aller Kriterien entsprochen wurde”.

Die feierliche Verleihung der Urkunden findet am 30. September 2014 um 14 Uhr im Vorfeld des Workshops “Maßnahmen zur weiteren Verbesserung des Call Center-Standortes Essen und Vorschläge für künftige Aktivitäten des Vereins” in den Räumen der EWG – Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH in der Lindenallee in Essen statt. Weitere Träger des Qualitätssiegels sind die Telegate AG und die A. Sutter Dialog Services GmbH.

SOLDAN | Erfolg in der Nische… und darüber hinaus: Die Hans Soldan GmbH ist der führende Anbieter in den Bereichen Kanzlei- und Allgemeiner Bürobedarf für Rechtsanwälte, Notare, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer. In der Nische Erfolg erlangen – wir sprachen mit Geschäftsführer René Dreske über dieses Thema und die weiteren Pläne des Unternehmens.

Sie sehen sich als Lösungsanbieter in vielfältigen Bereichen. Können Sie uns kurz das Leitbild von Soldan skizzieren?

Dreske: Wir sind der Branchenspezialist für klar definierte Zielgruppen. Unsere Kunden sind Rechtsanwälte, Notare, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer. Unser Leitsatz ist es, nicht nur einfach Büroprodukte anzubieten sondern vieles darüber hinaus. Daher haben wir auch einen sehr hohen Bekanntheitsgrad in der Branche und etwa 100.000 regelmäßig kaufende Kunden. Wir bieten sämtliche Produkte und Dienstleistungen für die Bereiche Kanzleiorganisation, Kanzleimarketing, Kanzleibedarf sowie Kanzleiwissen an. Immer mit dem Grundsatz alles zu bieten, was dazu beiträgt, im Büroalltag erfolgreich zu sein. Ich teile unser Angebot in vier Bereiche ein: Commodities (z. B. Tinte, Toner, Papier), Fachprodukte (z. B. ein Siegel), Fachliteratur und Dienstleistungen.

Welchen Bereich möchten Sie in Zukunft noch stärker ausbauen (oder auch in der Bedeutung zurück nehmen)?

Dreske: Wir möchten in Zukunft gerne in den Bereichen noch stärker werden, die keine Commodities sind. Da dieser Markt hart umkämpft ist, möchten wir uns stärker auf die Fachprodukte konzentrieren und unser Dienstleistungsangebot weiter ausbauen. Auch sind wir auf der Suche nach neuen Zielgruppen, die wir ansprechen können.

An welche neuen Zielgruppen denken Sie, wen könnten Sie noch ansprechen?

Dreske: Vor 1,5 Jahren sind wir mit der Marke “Jüngling – Der Behördenspezialist” in den Behördenmarkt gestartet. Wir arbeiten hier mit dem Jüngling Verlag zusammen, dem führenden Fachverlag für die öffentliche Verwaltung. Ähnlich wie in den bisherigen Zielgruppen von Soldan haben die öffentlichen Verwaltungen einen hohen Bedarf an Formularen und Fachprodukten sowie an Fachinformationen. Es eröffnen sich hier für uns ganz neue Möglichkeiten, denken Sie nur an Bereiche wie z. B. Wahlämter oder die Lebensmittelüberwachung. Spezielle Produkte für diesen Bereich finden die Kunden nun bei uns, z. B. Wahlurnen oder Reagenzgläser. Wir möchten auch hier die Bereiche Behördenfachbedarf, -organisation, -wissen und Behördenmarketing komplett abdecken. Die Spezialisierung in diesen Nischenmärkten ist unsere Stärke. Unser Ziel ist es, die führende Einkaufsplattform für die öffentliche Verwaltung in Deutschland zu werden.

Welche Rolle spielt das Internet mit seinen vielfältigen Möglichkeiten bei Soldan?

Dreske: Dies ist eine zentrale Herausforderung für uns. Die Kundenerwartungen sind durch Anbieter wie Amazon und Ebay sehr hoch. Als mittelständischer Anbieter muss man viel Energie aufwenden, um mit diesen Plattformen mithalten zu können. Wir sind der Meinung, dass man auch als B-to-B-Händler seine Kunden emotional ansprechen muss. Daher investieren wir in diesen Bereich. Social Media spielt eine immer bedeutendere Rolle, wir haben mit der Seite marktplatz-recht.de eine eigene Plattform gegründet, die sich mit über 7.500 Mitgliedern zum größten juristischen Online-Netzwerk entwickelt hat. Mit Foreno.de haben wir im letzten Jahr außerdem eines der größten deutschen juristischen Fachforen gekauft. Dort tauschen sich 15.000 Fachangestellte zu bestimmten Kanzleithemen aus.

Ihr Service-Center in Berlin wurde umgebaut, welches Konzept stand hinter dem Umbau? Sind neben diesem Service Center weitere stationäre Fachgeschäfte von Soldan geplant?

Dreske: Zunächst ein klares Nein für stationäre Fachgeschäfte. Es handelt sich bei dem Service Center in Berlin um kein Ladengeschäft, sondern um unsere Repräsentanz, in der wir mit unseren Kunden ins Gespräch zu kommen. Das Service Center ist im Haus der Verbände untergebracht, es stellt die Verzahnung von Soldan mit unseren Zielgruppen dar. Die Lage in unmittelbarer Nähe zum Landgericht, der Bundesrechtsanwaltskammer, dem Deutschen Anwaltverein und dem Deutschen Steuerberaterverband machen unsere Niederlassung als zentrale Anlaufstelle für Steuerberater, Notare und Anwälte sehr interessant. Durch die Umbaumaßnahmen und die Ausweitung unseres Produktangebots haben wir die Attraktivität unseres Service Centers noch einmal deutlich gesteigert. Der umfangreiche Literaturbereich wurde um Sortimente aus den Bereichen Papier und PBS-Artikel, Technik & Diktieren, Registratur, Kalender und Geschäftsbücher sowie die attraktiven Eigenmarken von Soldan erweitert.

Neben einem umfassenden Produktangebot bieten Sie Ihren Kunden auch Seminare in unterschiedlichen Bereichen. Wo liegen hier die thematischen Schwerpunkte, wie werden diese angenommen und wie hat sich dieses Angebot entwickelt?

Dreske: Unser Seminar-Angebot wird hervorragend angenommen. Wir bedienen hier unterschiedlichste Zielgruppen mit einem vielfältigen Angebot. Das Seminarangebot ist auch in die vier Bereiche Kanzleiorganisation, -marketing, -bedarf und –wissen gegliedert. Bei Soldan spielt Kundenbindung eine ganz entscheidende Rolle. Wir sind der kompetente Partner unserer Kunden in allen Bereichen rund um den Arbeitsplatz. Wir veranstalten beispielsweise in diesem Jahr im Oktober zum 4. mal den Deutschen Rechtsfachwirttag, den führenden Kongress für Rechtsfachwirte und Officemanager mit über 250 Teilnehmern und verleihen in diesem Rahmen auch den Soldan ReNo-Preis.

Welche Zielsetzungen haben Sie für das laufende Jahr und welche Projekte planen Sie für die nähere Zukunft?

Dreske: Im laufenden Jahr beschäftigen wir uns umfassend mit unserem Internetshop, dieser wird auf eine neue technische Plattform gesetzt und gerelauncht. Dazu werden wir in unsere IT investieren und unsere SAP-Infrastruktur anpassen. Der Ausbau unseres Geschäfts auf Behörden ist in vollem Gange, um hier eine noch bessere Marktdurchdringung zu erreichen. Für die Zukunft setzen wir auf eine klare Wachstumsstrategie. Wir möchten neue Produkte und Dienstleistungen anbieten und halten die Augen offen nach neuen Zielgruppen unter dem Stichwort „Branchenspezialist“. Der persönliche Bezug zu unseren Kunden ist uns dabei sehr wichtig, wir haben uns vom klassischen Versandhändler zum innovativen E-Commerce-Händler entwickelt mit persönlicher Kundenbetreuung. Dadurch unterscheiden wir uns auch von unseren Wettbewerbern.

Die Online-Petition, die Unternehmensjuristen gegen ein Rentenurteil des Bundessozialgerichts beim Bundestag eingereicht haben, dürfte ihr Ziel verfehlen. Zwei Tage vor Ablauf der Zeichnungsfrist hatten am Dienstag nur rund 15000 Bürger den Aufruf unterstützt. Das Quorum dafür, dass sich der Petitionsausschuss mit einem Anliegen befassen muss, liegt bei 50000 Mitzeichnern. Die Syndikusanwälte wollen erreichen, dass sie weiterhin von der gesetzlichen Rentenversicherung befreit werden, weil die Auszahlungen aus den berufsständischen Versorgungswerken lukrativer sind. Das Soldan Institut für Anwaltmanagement kam derweil zu dem Schluss, dass dadurch die Zahl der Firmenjuristen zurückgehen werde, die sich zugleich als Anwalt zulassen lassen. Unternehmen und Verbände hätten aber keine Schwierigkeiten zu befürchten, im Wettbewerb mit Kanzleien Stellen in Rechtsabteilungen zu besetzen. Denn drei Viertel der jungen Syndizi hätten bei einer Umfrage erklärt, auch ohne Anwaltszulassung hätten sie ihre jetzige Stelle angenommen.