Die Strafbarkeit des Hawala-Bankings nach deutschem Recht
Adrian Schiffner analysiert die Strafbarkeit des Hawala-Bankings nach deutschem Recht. Da der Straftatbestand des § 63 Abs. 1 Nr. 4 ZAG Unschärfen in seiner Tatbestandsstruktur aufweist und Hawala-Netzwerke regelmäßig durch komplexe Personengeflechte gekennzeichnet sind, stellen sich grundlegende Fragen strafrechtlicher Zurechnung.
Die Arbeit untersucht insoweit den Deliktscharakter des § 63 Abs. 1 Nr. 4 ZAG, die Verantwortlichkeit der Hawaladare und der Kunden als Täter und Teilnehmer, die Einordnung des Erbringens als Tathandlung, die Akzessorietät des Strafrechts gegenüber dem Zahlungsdiensteaufsichtsrecht sowie dazugehörige Irrtumsfragen. Überdies werden Hawala-Netzwerke als kriminelle Vereinigungen eingeordnet und die dazu ergangene Rechtsprechung kritisch gewürdigt.
Abschließend werden Anknüpfungspunkte für die deutsche Strafbarkeit von im Ausland agierenden Netzwerken herausgearbeitet sowie das Zusammenspiel zwischen § 129 StGB und § 63 Abs. 1 Nr. 4 ZAG als Bezugstat analysiert.
| Autoren: | Schiffner, Adrian |
|---|---|
| Produkttyp: | Monographie |
| Reihentitel: | Beiträge zum Wirtschaftsstrafrecht |