Tresore & Wertschutzschränke
In Kanzleien und Büros lagern hochsensible Dokumente, deren Schutz nicht dem Zufall überlassen werden sollte. In unserem Sortiment finden Sie Dokumententresore, Tresorschränke und Möbeltresore, die Ihre Unterlagen vor Einbruchdiebstahl und Feuer schützen, dazu Geldkassetten für das Bargeld im Tagesgeschäft.
Wann sollte ich einen Tresor anschaffen?
Ein Tresor ist immer dann sinnvoll, wenn unbefugter Zugriff, Diebstahl oder ein Brand ernsthaften Schaden anrichten würde und ein einfacher abschließbarer Schrank dieses Risiko nicht ausreichend abdeckt.
In einer Kanzlei ist das zum Beispiel der Fall, wenn Sie unersetzliche Originale wie Testamente, Urkunden oder Vollmachten aufbewahren oder sensible personenbezogene Daten im Sinne der DSGVO schützen möchten.
Außerdem verlangen Versicherungen oft zertifizierte Tresore oder Wertschutzschränke. Welche Anforderungen gelten, teilt Ihnen Ihr Versicherer beim Abschluss mit.
Welche Tresorarten gibt es?
Je nachdem, was Sie aufbewahren möchten und wo der Tresor stehen soll, kommen verschiedene Bauformen in Frage:
- Dokumententresore schützen Papierunterlagen wie Verträge, Urkunden und Mandantenakten vor Einbruch und Feuer. Unsere Modelle erfüllen Sicherheitsstufe S2 und den Feuerschutz LFS 30 P.
- Tresorschränke nehmen größere Aktenmengen auf, je nach Modell rund 28 bis 75 Ordner.
- Möbeltresore lassen sich in bestehende Büromöbel einbauen und sind dadurch auch auf engem Raum eine platzsparende Lösung.
- Geldkassetten und Geldzählkassetten eignen sich für Bargeld im Tagesgeschäft, etwa für die Barkasse am Empfang.
Sicherheitsstufen und Brandschutzklassen
Tresore werden nach zwei voneinander unabhängigen Kriterien eingeordnet: der Sicherheitsstufe (Einbruchschutz) und der Brandschutzklasse. Beide sind getrennt zu betrachten, denn ein einbruchhemmender Schrank ist nicht automatisch auch feuergeschützt.
Sicherheitsstufen
Die Sicherheitsstufe beschreibt, wie lange ein Schrank einem gewaltsamen Aufbruchversuch standhält. Geprüft und zertifiziert wird sie von unabhängigen Stellen wie VdS oder ECB·S (European Certification Body).
Leichte Sicherheitsschränke nach EN 14450 erreichen die Stufen S1 und S2. Sie bieten einen geprüften Einbruchschutz, der für die Aufbewahrung vertraulicher Kanzleiunterlagen in der Regel angemessen ist.
Höhere Anforderungen deckt die Norm EN 1143-1 ab. Sie teilt Wertschutzschränke in Widerstandsgrade ein, die über S1 und S2 liegen. Gefragt sind sie, wenn größere Bargeldbestände oder Wertgegenstände abgesichert und höher versichert werden sollen, etwa Schmuck beim Juwelier oder hohe Bargeldbestände im Einzelhandel.
Es gilt: Je höher die Stufe, desto länger der Widerstand und desto höher die mögliche Versicherungssumme.
Brandschutzklassen: Was heißt „feuerfester Tresor“?
Gesucht wird oft nach einem „feuerfesten Tresor“. Gemeint ist ein Tresor mit geprüftem Feuerschutz. Auch hier gibt es zwei Normen: Die Klassen der EN 15659 tragen die Kürzel LFS 30 P und LFS 60 P. Sie stehen für „leichter Feuerschutz“ für 30 bzw. 60 Minuten, das P für Papier.
Die Klassen der anspruchsvolleren EN 1047-1 (S 60 und S 120) durchlaufen zusätzlich einen Sturztest, der einen Gebäudeeinsturz simuliert. Die Zahl gibt die Schutzdauer in Minuten an, in der die Temperatur im Inneren nicht so weit ansteigen darf, dass der Inhalt Schaden nimmt. Für hitzeempfindliche Datenträger gibt es zusätzlich die strengeren Klassen D und DIS.
Für die laufende Aktenführung in einer Kanzlei ist der leichte Feuerschutz nach EN 15659 in der Regel eine sinnvolle Grundsicherung. Wenn Sie unersetzliche Originale wie Testamente und Urkunden oder digitale Datenträger dauerhaft schützen möchten, kann eine höhere Klasse sinnvoll sein.
So finden Sie den passenden Tresor
Die Wahl des richtigen Tresors hängt von mehreren Faktoren ab. Klären Sie vorab Ihre Anforderungen, dann finden Sie schnell die passende Lösung für Ihre Kanzlei, Ihr Büro oder Ihr Unternehmen.
Was soll hinein?
Je nach Inhalt unterscheiden sich die Anforderungen an Größe, Innenausstattung, Sicherheitsstufe und Feuerschutz.
Versicherungssumme
Versicherungen knüpfen die Höhe der versicherbaren Werte häufig an die Sicherheitsstufe des Tresors. Klären Sie die Versicherungssumme deshalb schon vor dem Kauf.
Schließsystem
Tresore gibt es mit unterschiedlichen Schlössern. Schlüsselschlösser sind einfach zu bedienen und zuverlässig. Mechanische oder elektronische Zahlenschlösser kommen ohne Schlüssel aus, den man verlieren könnte.
Standort
Berücksichtigen Sie das Gewicht des Tresors, die Tragfähigkeit des Bodens und die Möglichkeit zur Verankerung. Kleine Tresore sollten fest mit Boden oder Wand verbunden sein.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen einem Tresor und einem abschließbaren Stahlschrank?
Ein abschließbarer Schrank, zum Beispiel ein klassischer Flügeltürenschrank, schützt vor allem vor unbefugtem Zugriff im Alltag. Ein Tresor oder Wertschutzschrank ist dagegen ein geprüftes Sicherheitsbehältnis mit mehrwandigem, schwerem Korpus, geprüftem Schloss und festgelegter Widerstandszeit.
Welche Sicherheitsstufe braucht eine Kanzlei?
Für die Aufbewahrung vertraulicher Mandantenunterlagen ist ein Sicherheitsschrank der Stufe S2 in der Regel angemessen, denn hier sind vor allem Dokumente zu schützen und weniger hohe Bargeldbestände. Wichtig ist die Kombination aus Einbruch- und Feuerschutz. Wer regelmäßig höhere Werte aufbewahrt, sollte einen Wertschutzschrank nach EN 1143-1 in Betracht ziehen.
Woran erkenne ich einen zertifizierten Tresor?
Achten Sie in der Produktbeschreibung auf die Angabe einer ECB·S- oder VdS-Zertifizierung. Im Tresor selbst finden Sie zudem eine Prüfplakette, meist auf der Innenseite der Tür, mit der Norm und der jeweiligen Sicherheits- bzw. Brandschutzklasse.