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Henrich, Chiara V.

Die Strafbarkeit infolge fahrlässig mangelhafter medizinischer Aufklärung

Produktinformationen "Die Strafbarkeit infolge fahrlässig mangelhafter medizinischer Aufklärung"

Die Arbeit untersucht die strafrechtliche Relevanz ärztlicher Aufklärungspflichten und entwickelt ein vom Zivilrecht unabhängiges Aufklärungskonzept. Ausgangspunkt sind unklare gesetzliche Vorgaben (§§ 630a, c BGB) und eine uneinheitliche Rechtsprechung, die keine verlässlichen Maßstäbe liefern und teils überhöhte Anforderungen begründen.

Dies führt zu Verunsicherung, mangelhafter Aufklärung und Informationsüberflutung der Patienten. Dem wird ein strafrechtlicher Maßstab gegenübergestellt, der an Patientenautonomie und realistischen Handlungsmöglichkeiten anknüpft. Aufklärung wird als kontextabhängiger Kommunikationsprozess verstanden, der individuelle, soziale und medizinische Faktoren sowie Mitwirkungspflichten der Patienten einbezieht.

Zentral ist ein ärztlicher Beurteilungsspielraum: Strafbar ist nur eine evident unvertretbare Aufklärung infolge von Beurteilungsfehlern. Insgesamt plädiert die Arbeit für eine einzelfallbezogene Bewertung statt schematischer Maßstäbe.

Autoren: Henrich, Chiara V.
Produkttyp: Monographie
Reihentitel: Schriften zum Strafrecht

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