Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Glücksspielstrafrecht. Im Mittelpunkt der Untersuchung steht der in den §§ 284 f. StGB verwendete Begriff des Glücksspiels. Was genau unter »Glücksspiel« im Sinne dieser Vorschriften zu verstehen ist, definiert das Strafrecht nicht. Die in Rechtsprechung und Literatur vorherrschende Interpretation des strafrechtlichen Glücksspielbegriffs wurde wesentlich durchdas Reichsgericht geprägt und ist im Kern seit über 100 Jahren unverändert.
Die Arbeit stellt dieses traditionelle Begriffsverständnis auf den Prüfstand. Dabei orientiert sich der Autor vor allem am Strafgrund der Glücksspieldelikte, den er im Schutz der Gesundheit und des Vermögens des einzelnen Spielers sieht.
Unter Berücksichtigung der neueren Erkenntnisse in der Forschung zu den Ursachen von pathologischem Spielverhalten und dem Gefährdungspotential moderner Spielerscheinungen kommt der Autor zu dem Ergebnis, dass der strafrechtliche Glücksspielbegriff an mehreren Stellen revisionsbedürftig ist, und erläutert seine Vorschläge für eine Neujustierung.
Einleitung
- 1. Das deutsche Glücksspielstrafrecht im Überblick
- Historische Entwicklung – Das geltende Recht
- 2. Der Strafgrund der Glücksspieldelikte
- Rechtsgüterschutz als Auslegungs- und Legitimationsgrundlage – Die Sozialschädlichkeit des Glücksspiels – Das geschützte Rechtsgut – Ergebnis
- 3. Der strafrechtliche Glücksspielbegriff
- Die konstituierenden Merkmale – Negativabgrenzungen
- 4. Zusammenfassung und Ausblick
- Thesen – Reformvorschläge
- Literatur- und Stichwortverzeichnis
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| Autoren: | Osterland, Felix Johannes |
|---|---|
| Produkttyp: | Monographie |
| Reihentitel: | Schriften zum Strafrecht (SR) |
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