Die Kommanditgesellschaft auf Aktien als Ziel aktivistischer Aktionäre und Investoren
Aktionärs- und Investoraktivismus ist ein zentraler Risikofaktor für börsennotierte Unternehmen. Während sich die diesbezügliche wissenschaftliche Diskussion bislang fast ausschließlich auf die Aktiengesellschaft (AG) konzentriert hat, rückt mit der Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) eine hybride und damit besonders komplexe Rechtsform in den Fokus, die als Mischform aus Aktiengesellschaft und Personengesellschaft eigene Governance-Besonderheiten aufweist. Das Werk greift dieses praxisrelevante Thema auf und überführt den aktienrechtlichen Diskurs zur AG systematisch in die KGaA.
Erstmals wird untersucht, ob und in welchem Umfang die KGaA Ziel von Leerverkaufs- und operativem Aktivismus ist und sein kann. Gestützt auf eine rechtstatsächliche Auswertung der börsennotierten KGaA bietet das Werk einen prägnanten Überblick über Gesellschafterstrukturen und gelebte Governance-Varianten. Zudem wird analysiert, welche strukturellen Schwächen Aktivisten identifizieren und nutzen könnten und welche Gestaltungs- und Abwehrmöglichkeiten einer KGaA zur Verfügung stehen. Die Untersuchung zeigt, dass die KGaA weder pauschal schutzlos noch zwangsläufig widerstandsfähiger ist als die AG, sondern einer eigenständigen Aktivismusdynamik unterliegt.
Das Werk leistet damit einen Beitrag zum Rechtsformvergleich zwischen AG und KGaA und bietet zugleich eine belastbare Grundlage für die rechtliche Einordnung und strategische Bewertung aktivistischer Kampagnen in der Praxis.
| Autoren: | Fautz, Justus |
|---|---|
| Produkttyp: | Handbuch |
| Reihentitel: | Betriebs-Berater Schriftenreihe / Wirtschaftsrecht |
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