Zur Auflösung des Spannungsverhältnisses zwischen Wissenschaftsfreiheit und Datenschutzgrundrecht im Kontext medizinischer Forschung
Seit Jahren wird dem Datenschutzrecht vorgeworfen, medizinischen Fortschritt auszubremsen.
Auf den ersten Blick stehen sich gegenläufige Interessen
gegenüber:
Während medizinische Forschung auf umfangreiche personenbezogene
Daten angewiesen ist, schützt der Datenschutz diese. Tatsächlich
bestehen Interdependenzen, da Forschung auf Vertraulichkeit
angewiesen ist. Missbräuchliche Datenoffenlegungen gefährden sowohl
den Betroffenenschutz als auch die gesellschaftliche Akzeptanz der
Forschung.
Als »Goldstandard« zur Auflösung dieses Spannungsverhältnisses zwischen Forschungsfreiheit und Datenschutz gilt die Einwilligung der Betroffenen. In der Praxis offenbart diese jedoch insbesondere bei der Sekundärnutzung von Daten erhebliche Defizite. Die Arbeit entwickelt daher bestehende Forschungsklauseln um flankierende Schutzmechanismen de lege ferenda fort.
Ziel ist ein rechtssicherer Weg zur Weiternutzung von Gesundheitsdaten für Forschungszwecke ohne ausdrückliche Einwilligung.
| Autoren: | Berry, Anna |
|---|---|
| Produkttyp: | Monographie |
| Reihentitel: | Schriften zum Gesundheitsrecht |
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