Die gerechte Grundsteuer im Lichte von Leistungsfähigkeits- und Äquivalenzprinzip
Tragende Elemente der Grundsteuer
Diese Untersuchung ist keine Nachbearbeitung der steuerpolitischen
Grundsteuerdebatte, sondern möchte einen Beitrag zur
steuerwissenschaftlichen Diskussion leisten.
Gerechtigkeit, Grundsteuer sowie Leistungs- und Äquivalenzprinzip: ein Haus mit drei Etagen, das eine Gemeinschaft beherbergt, deren Mitglieder aus verschiedenenGenerationen stammen, unterschiedlicher Herkunft sind und unterschiedliche Vorstellungen haben, wie das Leben sein soll. Gleichheit und Gemeinwohl: äußerlich tragende Elemente für die Statik des Gebäudes, nach innen Orientierungsmarken für das Miteinander.
Leistungsfähigkeitsprinzipa vs Äquivalenzprinzip
Das Leistungsfähigkeitsprinzip wird für die Grundsteuer überwiegend
als der allein richtige Steuerlastverteilungsmaßstab angesehen.
Seine Vertreter halten das Äquivalenzprinzip als DNA einer
Grundsteuerbemessungsgrundlage nicht für verfassungsfest. Dabei
handelt es sich nicht nur um ein akademisches Problem.
Vier Länder haben von der Möglichkeit, eigene Grundsteuergesetze zu erlassen, im Sinne von Reformmodellen Gebrauch gemacht, die im Gegensatz zum Bundesrecht auf dem Äquivalenzprinzip fußen. Ob diese einer Prüfung durch das Bundes- und gegebenenfalls ein Landesverfassungsgericht standhalten können, ist deshalb nicht nur von wissenschaftlichem Interesse, sondern absehbar auch von hoher politischer und praktischer Relevanz.
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| Autoren: | Freund, Volker |
|---|---|
| Produkttyp: | Monographie |
| Reihentitel: | Münchener Schriften zum Finanz-und Steuerrecht |
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